Yangon Sehenswürdigkeiten – Reisebericht mit vielen Fotos und Tipps
Yangon Sehenswürdigkeiten Shwedagon Pagode
Myanmar

Yangon Sehenswürdigkeiten – Reisebericht über die Stadt der goldenen Pagoden

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Oktober 20, 2018

Die meisten Touristen kommen in Yangon an, um eine Rundreise in Myanmar zu machen. Sie verbringen hier nur wenige Tage. Wir hatten auch nicht so viel Zeit um diese reizvolle Stadt zu entdecken. Allerdings mit einem gut organisierten Plan konnten wir die schönsten Sehenswürdigkeiten der ehemaligen Hauptstadt Myanmars in 1,5 Tage zu besichtigen.

Wir verraten dir unsere Reisetipps für Yangon und die Highlights, die wir uns angeschaut haben.

Shwedagon Pagode

Wir haben gleich am Anfang unserer Reise die größte und schönste Pagode Yangons besucht. Sie ist das Nationalheiligtum Myanmars und ist eine wichtige Pilgerstätte für Burmesen. Die Shwedagon Pagode hat an 4 Seiten Eingänge. Auf der Straße möchten Frauen Plastiktüten verkaufen um deine ausgezogenen Schuhe einpacken zu können. Du brauchts sie aber nicht. Die Schuhe kannst du in der Hand halten oder einfach in den Rucksack packen.

Shwedagon Pagode – ein Paradies für die Augen

Der goldene Stupa wurde auf einen Hügel gebaut. Wir mussten unter der kunstvollen Abdeckung eine lange Treppe besteigen. Hier ist die Stimmung schon unbeschreiblich. Wir waren noch nie in solchen Tempeln, wo wir am Eingang so viele Verkäufer gesehen hätten. Entlang der Stufen bieten Händler Blumen, Opfergaben, Glücksbringer und Buddha-Statuen an. Bevor wir die Pagode erreicht hätten, mussten wir bei der Kasse Eintrittskarte für 10.000 Kyat (6 Euro) pro Person kaufen.

Es war früh Nachmittag, die meisten Einheimischen besuchen in dieser Zeit die Pagode. Touristen haben wir weniger gesehen, sie kommen eher am Abend beim Sonnenuntergang.

Auf dem großen, weißen Marmorplattform befinden sich verschiedene Tempel und Schreine. Jede schaut anders aus, sie sind alle kunstvoll dekoriert und eingerichtet. In der Mitte steht majestätisch der Goldstupa. Hier dominieren die hellen Farben, wie Weiß, Gold und Gelb und glitzernde, glänzende Baumaterialien, wie Glas- und Spiegelmosaik.

Shwedagon Paya – verschiedene Tönen und Klänge

Die Shwedagon Pagode ist nicht nur für die Augen ein Highlight. Zum einzigartigen Erlebnis bei dem buddhistischen Tempel trägt auch die Akustik bei. Glocken und Gongschlag läuten, Gebet wird gemurmelt, Gläubige reden laut miteinander, Kinder lachen… Die Atmosphäre und die Stimmung sind locker, für Leute, die sich an die strenge Tradition der Kirche gewöhnt sind, scheint gar nicht heilig zu sein. Trotzdem wird Buddha entsprechend mit großem Respekt und Hochachtung geehrt. Das gleiche haben wir in allen Tempeln Myanmars erlebt, aber hier am besten.

Der Besuch der Shwedagon Pagode ist wirklich besonders und eindrucksvoll. Für die Besichtigung plane reichlich Zeit ein: ungefähr 1,5-2 Stunden.

Der Markt an der Ostseite der Shwedagon Pagode

Wir haben die Pagode an der Ostseite (ein Haupteingang) verlassen. Die Treppenstufen führen auf die Gyar Tawya Straße. Hier entlang findest du ein lokaler Markt, wo du alles Mögliche kaufen kannst: frittierte Grillen, Obst, Kokosnuss, gegrillte Insekten, lebendige Vögel und Vogelfutter. Verkäufer bieten verschiedene undefinierbare burmesische Speisen.

Die Straße führt geradeaus zu dem Kandawgy Park, in dem sich der berühmte Karaweik Hall befindet.

Besuchsdauer Shwedagon Pagode: 1,5-2 Stunden
Eintritt Shwedagon Pagode: 10.000 Kyat (6 Euro)

Kandawgyi Park

Der große Park liegt rund um dem Kandawgyi See. Er ist eine richtig schöne Grünanlage mit Spielplätzen, schattigen Orten. Junge Pärchen sitzen unter der Deckung von bunten Regenschirmen, Familien kommen hierher um die Hektik des Stadtalltages zu vergessen. An der Ostseite des Parkes findest du den goldenen Karaweik Palace.

Besuchsdauer: von 1 bis mehrere Stunden
Eintritt: Frei

Kandawgyi Park Yangon

In dem Kandawgyi Park

Karaweik Hall

Der Karaweik Hall (Karaweik Palace) ist die Nachbildung der königlichen Barke, der heute als exklusives Restaurant funktioniert. Du hast einen perfekten Blick auf ihn von Bagan Lone Island. Diese kleine Insel steht im Süden im Kandawgyi See.

Besuchsdauer: 15 Min.
Eintritt: Frei

Tipp: Am Abend kannst du dir im Karaweik Palace eine Show mit burmesischen Tänzen anschauen und ein Buffet genießen. Karte kannst du online buchen, die ca. 27 $ (23 Euro) pro Person kostet. Die Veranstaltung dauert ungefähr 3 Stunden.

Ngar Htat Gyi Pagode

Die Ngar Htat Gyi Pagode ist für Wenige bekannt, allerdings ist sie auf jeden Fall einen Besuch wert. In dem Tempel findest du eine große sitzende Buddha-Statue.

Besuchsdauer Ngar Htat Gyi Pagode: 15-30 Min.
Eintritt: Frei

Chauk Htat Gyi Pagode

Die Chauk Htat Gyi Pagode liegt in der Nähe der Ngar Htat Gyi. In der Anlage befindet sich einer der größten liegenden Buddhas Myanmars. Die Fußsohle Buddhas ist mit 108 Zeichen dekoriert. Hinter dem Rücken der großen Buddha ist eine Reihe kleiner sitzenden Statuen. Jede Buddha-Figur hält seine Hand in verschiedenen Mudras (symbolische Handgeste in der buddhistischen Tradition).

Im Tempel waren auch wenig Touristen.

Besuchsdauer Chauk Htat Gyi Pagode: 30-40 Min.
Eintritt: Frei

Botataung Pagode

Die Botataung Tempelanlage ist wie eine kleine Shwedagon Pagode. In der Mitte steht ein goldener Stupa, rund um ihn befinden sich verschiedene kleine Tempel oder Schreine. Der Altar im Haupttempel ist glänzend Gold und voll mit Blumen geschmückt.

In einem goldenen Kästchen wird Buddhas Haar als Heiligtum in der Pagode aufbewahrt.

Es gibt getrennte Eingänge für Einheimischen und für Ausländer. Der Eintritt ist für Ausländer kostenpflichtig und eine Flasche Wasser im Eintrittspreis inbegriffen.

Besuchsdauer Botataung Pagode: 30 Min.
Eintritt: 6.000 Kyat (3,6 Euro)

Sule Pagode

Die wunderschöne Sule Pagode liegt mitten in einem großen Kreisverkehr. Sie ist wie eine ruhige Insel in der hektischen Großstadt. Dieser Tempelbezirk hat eine kleinere Fläche als die Shwedagon oder die Botataung Pagode, aber ähnlich zu den anderen zwei. Hier findest du auch einen goldenen Stupa und Altäre für jeden Wochentag. Wir haben interessant gefunden, dass die Gläubigen beten und opfern an dem Altar des Wochentages, an dem sie geboren sind.

Glücksbringer – Tipp: Auf jedem Altar sitzt eine Buddha-Figur, die dann während dem Ritual mit Wasser gegossen wird. Wir haben die Statue, die zu unserem Geburtstag gehört, in anderen Tempel auch gewaschen. Die Geste soll ja Glück ins Leben bringen.

Tipp: Du kannst von außen über die Sule Pagode sehr gute Fotos machen. Nördlich von der Pagode findest du eine Fußgängerüberführung. Von dort hast du einen sehr guten Blick auf die Tempelanlage.

Besuchsdauer Sule Pagode: 15 Min.
Eintritt: 4.000 Kyat (2,5 Euro)

Maha Bandula Park und die Kolonialgebäude

Neben der Sule Pagode liegt der Maha Bandula Park, der von schönen Kolonialgebäude, wie das Rathaus und das Gericht, umgeben ist. Die Grünanlage ist sehr gepflegt, für Familien ein perfekter Ort für eine kurze Auszeit. Hier gibt es große Rasenfläche zum Laufen, Schatten zum Chillen und Spielplätze für rastlose Kinder. In der Mitte steht ein Obelisk, das Unabhängigkeitsdenkmal.

Besuchsdauer: 15-30 Min. oder mehr
Eintritt: Frei

Zoological Garden Yangon

Der Zoo in Yangon ist für die Einheimischen sehr attraktiv. Er hat eine sehr gute Lage in Stadtzentrum, südlich vom Kandawgyi Park.  Im Tierpark sind 132 Arten, mehr als 1300 Tiere untergebracht. Der Zoological Garden ist für asiatische Verhältnisse schön gemacht. Du kannst überwiegend afrikanische und asiatische Tiere beobachten. Wir fanden es aber traurig, dass die Gehegen oft zu klein waren.

Besuchsdauer: 1,5-2 Std.
Eintritt: 3.000 Kyat (1,6 Euro)

Yangon Zoological Garden

Der Eingang Yangon Zoological Gardens

Auf den Straßen der Altstadt von Yangon

Es lohnt sich einen Teil von Yangon zu Fuß auch erkunden. Es ist einzigartig und beeindruckend was du auf den Straßen der Altstadt sehen kannst! Verkäufer bieten ihre Waren in ihren offenen Läden oder von mobilen Shops wie von dem Motorrad, Rikscha oder vom Fahrrad an. Bewegliche, kleine Garküchen werden am Straßenrand abgestellt. Es gibt eine große Vielfalt an burmesischen Fleisch- und Fischgerichten, gekochten Gemüse bzw. verschiedenen Beilagen.

Tipp: Reispfannkuchen mit Nüssen und Samen (ähnlich, wie amerikanische Pancakes) (200 Kyat – 10 Cent). Süße, gekochte Maiskolben (300 Kyat – 16 Cent) sind sehr lecker! Probiere sie aus!

Es gibt große Laden, in denen Buddha-Statuen in unterschiedlichen Größen und aus verschiedenen Materialien hergestellt werden. Blumen, Obst und Gemüse, Opfergaben, Klamotten, Schuhe, Spielzeuge werden zum Kauf ausgestellt. Rikschafahrer warten auf Kunden, manche dösen in der Zeit auf dem Fahrradtaxi ein. Oft ist in einigen Straßen so viel los, dass Autos sich nur mühsam fortbewegen können.

Tipp: Auf dem Old Yay Tar Shay Street findest du einen Markt. Diese Straße ist sehr lebendig, es gibt hier sehr viel zu sehen. Außerdem hier kannst du günstig essen gehen oder Einkäufe erledigen.

Rundfahrt mit dem Circular Train in Yangon

Der Circular Train in Yangon ist wie die S-Bahn in den deutschen Großstädten. Das Schienennetz, das kreisförmig durch Yangon ausgebaut wurde, verbindet das Stadtzentrum mit den Vororten. Du kannst an der Central-Railway-Station am Gleis 6 oder 7 einsteigen. Ein ganzer Rundgang ist 45 km lang und der Zug hält an 39 Stationen. Die Fahrt dauert 3 Stunden und kostet 200 Kyat pro Person (10 Cent). Die Karte kannst du an der Kasse am Hauptbahnhof kaufen.

Mit dem Circular Train zu fahren ist ein einzigartiges Erlebnis. Du sollst es dir nicht so vorstellen, wie in Deutschland: alles ist sauber, bequem, der Zug gleitet leise auf die Schienen… Nein. Die Fahrt mit der Ringbahn ist laut, es gibt viele Fahrgäste und viele mobile Verkäufer möchten ihre Ware verkaufen. Es ist warm, nur die Luft strömt durch die offenen, schmutzigen Fenster ein. An der Decke kreisen ein paar rostigen Ventilators.  Die Sitze sind zwar bequem, aber oft kaputt, die Feder blicken aus der Polsterung raus.

Circular Train – ein Kulturschock

Bereits im Zug selbst erfährst du vieles über das Leben der Leute in Myanmar. Die richtige eye-opening Erfahrung ist aber der Ausblick durch das Fenster. Es ist ein Kulturschock. Hier siehst du wirklich, wie die Menschen in diesem Land leben. Die unermessliche Armut, Müllberge, zusammengeflickte, wackelige Häuschen, schmutzige aber voll glückliche Kinder, in sich gekehrte Mönche…

Jede Station ist anders, jede Station hat eine andere Szene in sich. Manche Haltestellen sind ruhig, oder befinden sich dort kleine Garküchen. Manche sind schmal und steigen nur wenige Fahrgäste aus und ein. In der nächsten Station ist aber großer Tumult. Der Zug hält mitten eines Marktes (Da Nyin Gone Haltestelle). Verkäufer drängen in den Wagon mit großen Säcken ein und machen alle Durchgänge zwischen den Sitzen und Wägen dicht. Im nächsten Moment fährt der Zug durch die Natur und grünen Reisfelder.

Fahrtdauer Circular Train: 3 Std.
Fahrtkosten: 200 Kyat (0,1 Euro)

Restaurants in Yangon

In Yangon gibt es sehr viele gute Restaurants. Wir haben in den folgenden zwei gegessen:

Shwe Ya Thar Restaurant (Golden Taste Restaurant)

Es liegt am nördlichen Ende der Old Yay Tar Shay Straße. Einheimischen kommen gerne her zum Essen. Burmesische Speisen und western Gerichte stehen auf dem Speiseplan. Die Preise entsprechen eines Restaurants der Mittelklasse. Ein Hauptessen mit Hähnchen oder Schweinefleisch kostet zwischen 4.500 Kyat und 6.500 Kyat (2,4-3,5 Euro). Meeresfrüchte und Fisch sind teurer: 6.000-15.000 Kyat (3,3-8,2 Euro). Getränke (Soft Drinks oder Bier) sind zwischen 800 Kyat und 2.500 Kyat (0,4-1,3 Euro).

Aung Thukha Traditional Food House Myanmar

Aung Thukha ist ein traditionelles burmesisches Restaurant. Du bekommst eine klare Suppe als Vorspeise. Es gibt nur Reis und Gemüse als Beilage, dazu kannst du von verschiedenen Fleisch-, Fisch- und Eiergerichten wählen. Sie werden vorgefertigt, in Aluschalen angeboten. Du zeigst darauf, welche du haben möchtest. Hier können sich zwei Erwachsene für ca. 10.000 Kyat (5,5 Euro) satt essen.

Wie viel Tage Für Yangon?

Yangon ist eine Großstadt mit vielen wunderschönen Sehenswürdigkeiten. Die wichtigsten Kennzeichen der goldenen Stadt kannst du mit einem gut durchgedachten Plan in 1-2 Tagen schaffen. Wenn du mehr Zeit hast und Yangon gemütlicher entdecken, oder einige Ausflüge von Yangon aus unternehmen möchtest (z. B. zum Goldenen Felsen, nach Bago oder Dala), dann brauchst du 3-4 Tage.

Rangun ist ziemlich groß. Einige Sehenswertes kannst du auch zu Fuß erreichen. Mit Taxi kommst du aber schneller von A bis B. Du hast Möglichkeit ein Taxi für einen halben (30 $) oder einen ganzen Tag (60 $) zu mieten.

Tipp: Unser Taxifahrer in Yangon

Wir waren mit dem Taxifahrer Herrn Zeya Kyaw (Handy-Nr.: +959450022923 und seine E-Mail-Adresse: sightseeingmm@gmail.com) einen halben Tag in Yangon unterwegs. Er ist ein sympathischer, älterer und sehr zuverlässiger Mann mit perfekten Englischkenntnissen. Wir können ihn dir nicht nur für eine Stadtbesichtigung in Yangon empfehlen, sondern auch für Flughafentransfers.

Taxifahrer Yangon

Unser Taxifahrer in Yangon

Unsere Hotelempfehlung für Yangon

Wir haben im Hotel H Valley Yangon und im Hotel Lavender übernachtet. Beide Hotels liegen nah zu der Shwedagon Pagode und sie sind relativ günstig. (Diese zwei Sachen waren uns wichtig.) Wir waren ja den ganzen Tag in der Stadt unterwegs. Wir sind nur zum Schlafen ins Hotel zurückgekehrt. Diese Unterkünfte haben einen sehr großen Vorteil: sie haben am Abend auf die beleuchtete Pagode einen gigantischen Blick!

Yangon – ein Einblick ins Land des Lächelns

Yangon ist eine hinreißende und reizvolle Großstadt. Sie bietet Viele für Reisende: goldene Pagoden, verschiedene Grünanlagen mit einzigartiger Stimmung, nette, lächelnde Menschen, kulturelle Besonderheiten und gutes Essen. Es lohnt sich eine Rundreise in dieser Stadt anzufangen. Wenn du weitere Inspirationen zu deiner Reise durch Myanmar brauchst, lese unsere Blogbeiträge über den ganzen Myanmar-Trip und über Bagan:

Rundreise durch Myanmar – Reisebericht über die 14 Tage
Bagan entdecken – Tempelroute und Pagoden in der Königstadt

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Ildi, Balint & Jasmin
München

Wir sind "Half-Backpacker", organisieren unsere Trips selbst und reisen gerne auf eigene Faust. Wir fingen an in 2008 zu reisen und bereisten schon knapp 30 Länder zusammen. Seit 2015 entdeckt unsere Tochter, Jasmin die Welt mit uns. Auf unserem Reiseblog berichten wir über unsere Fernreisen mit oder ohne Kind, aber auch über Ausflüge in die Nähe oder Wochenendtrips. Dabei erzählen wir Geschichten von unterwegs, zeigen Fotos, Videos und geben konkrete Tipps und Anregungen.