Rothenburg ob der Tauber: die Sehenswürdigkeiten an einem Tag
Rothenburg ob der Tauber
Deutschland

Rothenburg ob der Tauber: die Sehenswürdigkeiten an einem Tag

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Juni 30, 2020

Rothenburg ob der Tauber ist wie eine malerische Stadt aus einem Disney-Märchen, die zum Leben erweckt wurde. Ohne Zweifel ist es eine von unseren Lieblingsstädten in Deutschland. Rothenburg gilt als eine der am besten erhaltenen Städte im mittelalterlichen Stil, und wir müssen zustimmen. Wenn du Kopfsteinpflasterstraßen, farbenfrohe Fachwerkhäuser, Kathedrale, großartige Museen und kleine Geschäfte suchst, bist du hier genau richtig.

Rothenburg ist auch kaum ein Geheimnis. In den Sommermonaten häufen sich viele Touristen auf den Straßen, sodass du dich fragst, ob tatsächlich jemand in den niedlichen kleinen Häuschen der Stadt lebt.

Kurze Geschichte von Rothenburg o. d. Tauber

Die reiche Geschichte von Rothenburg begann in der 12. Jahrhundert, als der Reichsburg gebaut wurde. In dem 15. Jahrhundert hatte die Stadt bereits 6000 Einwohner und zählte zu den größten Städten des Reiches. Unter dem Bürgermeister Toppler erlebte Rothenburg ihre Blütezeit. Wenn du in den Gassen spazieren gehst, findest du öfters diesen Namen bei Apotheken, bei einem Theater und einem Museum, sowie er ist auch der Namensgeber einer Schule.

Während dem Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt mehrmals belagert, da die Bevölkerung protestantisch war. Der Legende nach wurde Rothenburg vor der Zerstörung durch einen Meistertrunk gerettet. Bürgermeister Nusch musste auf Befehl des Generals Tilly einen 3,25 Liter Wein auf einen Zug trinken. Er hat es geschafft und damit wurde die Stadt bewahrt. Als Erinnerung auf dieses Ereignis findet seit dem 19. Jahrhundert jährlich das Festspiel „Meistertrunk“ statt.

Der zweite Weltkrieg hat Rothenburg aber nicht geschont. Während der Bombardierungen wurde ein großer Teil der Stadt ruiniert. Mit großzügigen Spenden wurden die Gebäude wiederaufgebaut.

Sehenswertes in der Altstadt von Rothenburg ob der Tauber

Innerhalb der Stadtmauer gibt es einzigartige architektonische Schönheiten. Entdecke eine Reihe von niedlichen Häuschen, schönen Brunnen und andere besondere Bauwerke.

Marktplatz

Der Marktplatz ist der zentrale und wichtigste Platz in der romantischen Stadt Rothenburg. Damals diente es als Forum für Warenverkauf. Bewohner der Stadt haben sich hier getroffen, um den Einkauf erledigen zu können. Heute ist er ein lebendiges Zentrum gesäumt von historischen Gebäuden, schicken Cafés und Restaurants.

Rathaus

Das Rathaus dominiert den Marktplatz. Es bietet einen Kontrast zu den romantischen Fachwerkhäusern, da es in seiner Bauweise zu einem Schloss ähnelt. Der hintere Teil wurde in gotischen und der vordere in Renaissance Stil gebaut.

Du hast die Möglichkeit, die Treppen des Rathausturmes zu erklimmen und vom 60 Meter hohen Aussichtpunkt das traumhafte Panorama zu genießen. Die Öffnungszeiten sind kompliziert. Diese findest du auf der Infoseite von Rothenburg. Der Eintritt kostet 2,5 €.

Leider, als wir in der Corona-Zeiten dort waren, war das Rathaus geschlossen. Dafür zeigen wir dir aber schöne Luftaufnahmen.

Ratstrinkstube

Damals trafen sich die Ratsherren für eine Bierrunde in dem schönen weißen Gebäude auf der nördlichen Seite des Marktplatzes. Heute befindet sich hier die Touristinformation. Oben, neben der roten Uhr findest du zwei Fenster. Jeden Tag stündlich zwischen 10 und um 22 Uhr öffnen diese Fenster. Während einem Glockenspiel zeigen bewegliche Figuren die Geschichte des Meistertrunks.

Marktplatzbrunnen

Der schöne Brunnen steht vor zwei traumhaften Fachwerkhäusern. Er stammt aus dem 15. Jahrhundert und zeigt den Ritter St. Georg während dem Kampf mit einem Drachen. Damals diente er als Trinkbrunnen für Nutztiere. Der dekorative Brunnen hat sogar im Disney World in Orlando eine Abbildung.

Marktplatzbrunnen in Rothenburg ob der Tauber

Marktplatzbrunnen

Fachwerkhäuser: Fleisch- und Tanzhaus, Marien-Apotheke

Gegenüber dem Rathaus findest du zwei sehr hervorragende Fachwerkhäuser. Die Marien-Apotheke heißt auch Jagstheimerhaus und wurde von dem gleichnamigen Bürgermeister in dem 15. Jahrhundert errichtet. Das Fleisch- und Tanzhaus hat seinen davon bekommen, was im Haus untergebracht wurde. Unten hatte der Metzger sein Geschäft, im oberen Stockwerk wurde das Tanzbein geschwungen. Heute dient das Fleisch- und Tanzhaus als Lager für die Kleider des Festspieles. Die zwei Fachwerkhäuser stehen am Eingang der Herrengasse. Hier wohnten einst die reichen Patrizierfamilien. Die Bauwerke sind perfekte Kulisse für schöne Fotos.

Fleisch- und Tanzhaus, Marien-Apotheke Rothenburg

Fleisch- und Tanzhaus und die Marien-Apotheke in Rothenburg

Baumeisterhaus

In diesem wunderschönen Renaissancehaus wohnte der berühmte Baumeister und Steinhauer der Stadt: Leonard Weidmann. Er baute auch die Spitalbastei und das Hegereiterhaus. An der reich dekorierten Fassade kannst du Figuren der sieben Tugenden und der sieben Laster bewundern. Die originalen Figuren wurden entfernt, um sie in dem Rothenburg Museum schützen zu können. Heute befindet sich im Gebäude ein Restaurant.

Baumeisterhaus Rothenburg ob der Tauber

Baumeisterhaus

Plönlein

Das Wahrzeichen der Stadt ist der kleine Platz an der Straßengabelung. Hier stehen ein kleiner, kaum merkbarer Brunnen und ein süßes, schiefes Fachwerkhaus. Du siehst den Siebersturm und den Kobolzeller Turm im Hintergrund. Mit dem Wort „Plönlein“ wird genau „der Platz an dem Brunnen“ gemeint. Der Platz ist mit dem krummen Häuschen und den zwei hochragenden Türmen ein hervorragender Fotomotiv und eine sehr schöne Ansicht. Wenn du Aufnahmen über Rothenburg siehst, ist dieser Ort bestimmt zu erkennen.

Herrnbrunnen

Der schöne Herrnbrunnen steht in der Herrngasse, nicht weit von dem Fleisch- und Tanzhaus. Laut der Innschrift wurde er am Ende der 16. Jahrhundert, in der Zeit der Spätrenaissance erbaut. Um den Brunnen herum fand einst ein Viehmarkt statt. Auf der Säule sitzt eine Meerjungfrau mit zwei Fischschwänzen, einer goldenen Krone und einem Zepter in der Hand.

Herrnbrunnen Rothenburg

Herrnbrunnen

St. Jakobskirche

Die Stadtpfarrkirche St. Jakob wurde zwischen den 14. Und 15. Jahrhunderten erbaut. Ein besonderes Merkmal des Gotteshauses ist, dass es zwei unterschiedlich hohe Türme besitzt. Die gotische Hallenkirche hat mehrere Altäre. Davon sind zwei bemerkenswert. Das Zwölf-Boten-Altar enthält geschnitzte Heiligenfiguren und stellt die Kreuzigung dar. Der gotische Hauptaltar ist golden und du kannst ihn ganz von der Nähe bestaunen.

Der aufwendig geschnitzte Heiligblut-Altar enthält eine Reliquie, daher ist er ein der wichtigsten Altäre in der Kirche. Es geht hier um ein Tröpfchen, der aus dem heiligen Kelch geschüttet und während der Wandlung zur Blut Christi wurde. Den Altar findest du in dem hinteren Teil der Kirche.

Nuschhaus

Das heutige Café steht in der Obere Schmiedgasse und trägt den Namen Rothenburgs Altbürgermeisters. Es war das Wohnhaus von Georg Nusch, wer die Stadt in dem Dreißigjährigen Krieg mit seinem Meistertrunk rettete.

Nuschhaus

Nuschhaus

Gerlachschmiede

Das zierliche Haus Gerlachschmiede findest du südlich von dem Röderturm innerhalb der Stadtmauer. Folge einfach die Gasse Röderschütt. Den besten Blick hast du von der Mauer auf das Giebelhaus. Leider ist das Häuschen nicht original. Es wurde in dem zweiten Weltkrieg zerstört und danach wiederaufgebaut. Die originale Wappentafel mit der gekrönten Schlange stammt von einem berühmten Schmied der Stadt.

Gerlachschmiede Rothenburg

Gerlachschmiede

Hegereiterhaus

Das Hegereiterhaus hat trotz seinem Namen nichts mit den Hegereitern zu tun, die für die Rothenburger Landhege verantwortlich waren. Es nennt man auch Spitalbereiterhaus und wurde im 16. Jahrhundert von dem Baumeister erbaut, der auch das schöne Baumeisterhaus in der Stadtmitte konstruiert hat. Es war damals der Sitz des Spitalbereiters und der Spitalküche. Der Spitalbereiter war früher der Verwalter und Liegenschaftsleiter des Heilig-Geist-Spitals.

Hegereiterhaus

Hegereiterhaus

Markusturm und Röderbrunnen

Der Markusturm mit Röderbogen wurde bereits um den 12. Jahrhundert erbaut und war Teil des inneren Stadtmauerrings. Der Röderbrunnen befindet sich in der Rödergasse. Da die Straße auf dieser Stelle breiter ist als sonst, hat der Brunnen als Tränkbrunnen funktioniert. Beide sind ein viel fotografiertes Motiv von Rothenburg.

Weißer Turm

Den Weißen Turm findest du nördlich vom Markusturm. Er verbindet die Galgengasse mit dem Georgengasse. Der Weiße Turm steht seit dem 12. Jahrhundert und war ein Teil der inneren Stadtrings.

Weißer Turm Rothenburg

Weißer Turm

Burggarten

Der Burggarten befindet sich am Ende der Herrengasse bzw. der Burggasse. Auf der Stelle der ehemaligen Burg aus dem 12. Jahrhundert wurde eine schöne Grünanlage eingerichtet. Du gelingst durch das Burgtor von der Herrengasse oder durch den Turm an Fürbringers Scheune aus der Richtung der Burggasse in den Park.

Das Highlight des Burggartens ist der Aussichtpunkt an der Südseite. Von hier siehst du einen Teil der Stadt: den Siebersturm in der Ferne und den Spitalviertel. Am anderen Ende des Burggartens gibt es noch einen View Point mit dem Blick auf das Taubertal.

In dem kleinen englischen Garten entdeckst du noch einen Brunnen, der einem Brokkoli ähnelt. Daher kommt sein Name: Brokkolibrunnen. Das Figurenbeet ist ein schöner Anblick. Zwischen Blumen und Lavendel stehen die Statuen der vier Jahreszeiten und der vier Elementen.

Der kleine Blasiuskapelle war ein Wohngebäude innerhalb des Burges. Sie wurde im Jahr 1400 zum Gotteshaus eingeweiht. Heute ist eine Gedenkstätte für die Gefallenen der Weltkriege.

Der Burgturm ist der älteste und höchste Torturm in Rothenburg. Er stammt aus dem 12. Jahrhundert. Sein schöner Vorbau entstand erst im 16. Jahrhundert.

Türme an der Stadtmauer

An der Stadtmauer entlang gibt es zahlreiche Türme, die alle ganz unterschiedlich sind. Bei den größeren Türmen kannst du die Treppe nehmen, um auf die Mauer zu kommen. Du kannst eine ganze Runde um bzw. auf der Befestigung machen. Hier findest du die kurze Beschreibung der schönsten und wichtigsten Türme von dem Galgentor im Urzeigersinn.

  • Das Galgentor liegt im Osten auf dem höchsten Punkt der Stadt. Durch dieses konnte man im Mittelalter in die Stadt gelangen.
  • Der zweigeschossige, runde Weiberturm war wahrscheinlich ein Gefängnis für Frauen.
  • Das Röderturm war das östlichste Tor der Stadt und hat einen Fachwerkaufbau. Der Turm wurde im 14. Jahrhundert gebaut. An der Außenseite des Tores findest du ein Zoll- und Wächterhäuschen. Der Turm ist für Besucher zugänglich. Du hast von hier einen Panoramablick auf die Stadt.
  • Der Siebersturm steht nah zu dem Wahrzeichen der Stadt, zum Plönlein und wurde im 14. Jahrhundert erbaut. Er führt ins Spitalviertel von der Innenstadt. Sein Name stammt von dem benachbarten Siebmacher.
  • Die Spitalbastei und das Spitaltor befinden sich südlich vom Siebersturm, am Ende der Spitalgasse. Sie wurden im 16-17. Jahrhundert fertiggestellt. Es ist die größte Festigungswerk der Stadt, da es sieben Toren, ein Fallgitter und eine Zugbrücke hatte. Der Wallgraben ist auf dieser Stelle noch erhalten. Die Bastei ist begehbar. Das Spitaltor stand bereits im 13. Jahrhundert.
  • Der Sauturm ist mit einem Bogen mit der Mauer verbunden und steht östlich von der Spitalbastei. Es ist ein quadratischer Hausteinbau mit vier Geschossen.
  • Der schöne Stöberleinsturm mit mehreren Türmchen steht weiter nördlich vom Sauturm. Dieser Teil der Befestigung wurde wahrscheinlich auch im 14. Jahrhundert gebaut. Im 17. Jahrhundert wurden Irren im Turm untergebracht. Über den hübschen Turm wird in einer Legende erzählt. Es soll in den Turm Bürgermeister Stöberlein eingemauert worden sein, da er Verrat begehen hat.
  • Der Kalkturm ist ein von den 46 Türmen von Rothenburg. Seinen Namen hat er von dem Kalk und Baumaterial bekommen, die während dem Dreißigjährigen Kriegs hier gelagert wurden.
  • Zwischen dem kleinen Fischturm und dem größeren Kohlturm ist die Mauer noch vollständig erhalten.
  • Der Kobolzeller Turm steht in der Nachbarschaft vom Kohlturm und führt zurück in die Altstadt zum Plönlein. Das im 14. Jahrhundert fertiggestellte Turm hatte vier Tore.
  • Der kleine Franziskanerturm zusammen mit dem etwas größeren Turm an der Fürbringer Scheune ist der südliche Eingang des Burggartens. Der Franziskanerturm dient heute als Kiosk.
  • Der Strafturm für leichte Vergehen ist ein ehemaliges Klosterturm in dem nordwestlichen Teil der Stadtmauer.
  • Das Klingentor diente als nördlicher Eingang der Stadt. Zusammen mit der St. Wolfgangskirche, die in die Stadtmauer integriert wurde, bildete es eine Bastei. Das spätgotische Gotteshaus trägt den Namen des Schutzpatrons der Schäfer. Gegen 3 € Eintrittsgebühr kannst du die kleine Wehrkirche mit den dazugehörenden Kasematten und Schäfermuseum besichtigen. Am Ende des Rundganges kommst du beim Fürbringersturmlein raus. Es ist der nächste Turm neben dem Klingentor.
  • Der Pulverturm steht an der nördlichen Mauer am Schrannenplatz (Touristenparkplatz). Es funktionierte als Lager vom Schießpulver.
  • Die letzten zwei Türmchen an der Nordseite der Stadtmauer sind der Henkersturm und der Kummereckturm.

Museen in Rothenburg ob der Tauber

In Rothenburg gibt es eine Reihe von Museen, die sehr bemerkenswert sind. Neben dem RothenburgMuseum, dessen Dauerausstellung die Stadtgeschichte zeigt, stellen wir dir zwei sehr interessante und außergewöhnliche Sammlungen vor.

Käthe Wohlfahrt – Weihnachtsdorf

Wenn du Weihnachten zu jeder Jahreszeit feiern möchtest, ist Käthe Wohlfahrts Geschäft für dich. Es ist ein magischer Ort, um einfach herumschlendern. Du findest niedliche, bewegende Figuren, traditionell gekleidete Mitarbeiter, geschmückte Weihnachtsbäume mit glänzenden Kugeln. Kleinere und größere Weinachtmänner und Nikoläuse sitzen in jeder Ecke. Du kannst aus Tausende von Weichnachts- und Geschenkartikeln wählen. Nimm ein oder zwei Ornamente für deinen eigenen Baum, oder besorge einzigartige Weihnachtsgeschenke für deine Lieben.

Das Weihnachtsdorf liegt in der Herrngasse, direkt hinter/neben der Marien-Apotheke. Gleich daneben findest du das Deutsch Weihnachtsmuseum. In der Ausstellung kannst du alles auf einem Ort bestaunen, das zum Weihnachten gehört: Christbaumschmuck, Gnadenbringer wie Nikolaus, Christkind, Weihnachtsmann. Postkarten, Lichterketten, Dekorationen und Sammlungen zum Thema Advent werden auch nicht vergessen.

Der Eintritt ins Museum kostet in der Hauptsaison (01.04-14.10 und 23.11-14.01) 4 € pro Person. Das Weihnachtsdorf ist kostenlos. Du musst nur dein Mitbringsel bezahlen.

Mittelalterliches Kriminalmuseum

Wir fanden diese Ausstellung höchst interessant. Das Mittelalterliche Kriminalmuseum befindet sich im ehemaligen Hauptquartier des Johanniterordens und bietet eine faszinierende Einführung in die Rechtsgeschichte von Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert. Texte berichten über den Umgang der Gesellschaft mit kriminellem Verhalten und über das Leben am Rande der Gesellschaft. Die Ausstellung zeigt neben Gesetzbüchern, Siegeln und zahlreichen Stichen auch Folter-, Bestrafungs- und Hinrichtungsinstrumente.

Der Eintritt kostet 7,5 € pro Person.

Sehenswertes außerhalb der Altstadt von Rothenburg

Es gibt zwei bedeutsame Brücken noch außerhalb der Stadtmauer, die wir noch hier erwähnen möchten.

Gedeckte Brücke

Es ist eine schöne Holzbrücke neben der Spitalbastei und dem Spitaltor. Sie überspannt den Graben neben der Befestigungsanlage.

Gedeckte Brücke Rothenburg ob der Tauber

Gedeckte Brücke in Rothenburg

Doppelbrücke

Die Tauberbrücke liegt unter der Stadt in südwestlicher Richtung. Sie besteht aus zwei Reihen von Bögen und überspannt den Fluss Tauber. Die Brücke wurde wahrscheinlich im 14. Jahrhundert gebaut und war Teil einer Handelsstraße zwischen Augsburg und Würzburg. Heute läuft eine Fahrbahn über die Brücke.

Du kannst sie am leichtesten über den Taubertalweg und Weinsteige erreichen. Dazu musst du die Altstadt über das Kobolzeller Tor verlassen. Da die Brücke im Tal liegt, musst du nach der Besichtigung bergauf laufen. Habe bequeme Schuhe dabei!

Doppelbrücke in Rothenburg o. d. Tauber

Doppelbrücke in Rothenburg

Die Sehenswürdigkeiten auf der Karte

Unsere Hotelempfehlung für Rothenburg ob der Tauber

Die Lage des Hotels war uns diesmal das Wichtigste. In Rothenburg sind viele Parkplätze, sie sind aber im Sommer schnell voll. Uns war also ausschlaggebend, dass die Unterkunft einen Parkplatz hat. Es sollte von der Altstadt auch nicht weit liegen, so dass wir alles zu Fuß erreichen können. Nach diesen Kriterien haben wir das Hotel Rappen gewählt. Das Personal war nett, das Zimmer ausreichend groß und sauber. (Uns war es auch beruhigend zu sehen, dass die Hygienevorschriften zu Corona-Zeiten strikt eingehalten wurden.) Für eine Nacht mit Frühstück haben wir 93 € bezahlt.

Restaurantempfehlung für Rothenburg o. d. Tauber

Rothenburg bietet zahlreiche Restaurants mit rustikalem Ambiente. Unsere Wahl fiel erstmal auf das Restaurant Alter Keller. Da wir dort keinen Tisch mehr reservieren konnten, gingen wir in die Altfränkische Weinstube. Es ist ein uriges, liebevoll eingerichtetes Restaurant und Hotel. Die Speisen und die dazu angebotenen fränkischen Weißweine waren köstlich. Das Personal war nett. Ein Fleischgericht mit Beilage kostet zwischen 8,8 € und 18,50 €. Ein Glas Wein bekommst du für 3,8 €.

Altfränkische Weinstube Rothenburg

Altfränkische Weinstube

Lokale Spezialität: Schneeballen probieren

Diese schöne Stadt darfst du nicht verlassen, ohne die Schneeballen zu probieren. Dieses kugelrunde Gebäck entdeckst du in jedem Schaufenster. Der Schneeball (oder auch Schneeballen genannt) ist eine lokale Spezialität. Teigstreifen, die zu Kugeln verarbeitet und frittiert werden. Danach werden mit Zucker, Zimt oder einer Vielzahl anderer Beläge überzogen. Wir werden ehrlich sein: die Originalen mit Puderzucker oder Zimt sind die besten. Vergiss die anderen Sorten! In der Bäckerei Striffler wurden Schneeballen erstmal hergestellt. Wir haben hier ein Päckchen mit vier Mini-Ballen besorgt (5,5 €). In der Zuckerbäckerei kauften wir noch ein Stück mit Zucker als Vergleich zum Klassiker (1,95 €). Wir merkten kein Unterschied. Im Gegensatz zu der Erwartung sind Schneeballen nicht so süß, wie sie ausschauen.

Schneeball Rothenburg

Schneeball Gebäck

Anreise nach Rothenburg o. d. Tauber

Rothenburg ob der Tauber profitiert von seiner großartigen Lage. Es liegt an der Kreuzung der romantischen Straße, die Würzburg mit Füssen verbindet, bzw. der Burgenstraße zwischen Mannheim und Prag. Für diejenigen, die gerne Ausflüge machen oder gerne mit dem Auto reisen, ist die Stadt nicht weit von Nürnberg (zweieinhalb Stunden entfernt) oder München (3 Stunden entfernt) entfernt. Die Stadt liegt neben der A7 Würzburg-Ulm Autobahn.

Rothenburg o. d. Tauber ist auch mit der Bahn erreichbar. Aus Würzburg oder Ansbach verkehren Züge in die historische Stadt.

Die Romantische Straße

Die Romantische Straße ist eine Themenroute, die dich durch die malerischsten Städte von Würzburg bis Füssen führt. Die gesamte Route erstreckt sich über 400 km. Die Straße verbindet zwei historische Städte, Würzburg und Augsburg, drei mittelalterliche ummauerte Städte, Rothenburg ob der Tauber, Dinkelsbühl und Nördlingen und endet am Schloss Neuschwanstein hoch oben in den Alpen.

Die Burgenstraße

Der Name spricht für sich, da die Straße über unzählige Burgen führt. Die Straße ist 1.200 km lang und verläuft in Ost-West-Richtung. Sie verbindet Mannheim mit Prag in der Tschechischen Republik. Die malerische Route führen dich durch die Länder der Geschichte, Mythen und Legenden des Mittelalters.

Parken in Rothenburg

Es gibt reichlich Parkplätze in der Stadt. Vier sind genau in der Altstadt: Schrannenplatz, Kapellenplatz, Parkplatz Grüner Markt und in der Herrngasse. Drei weitere Parkmöglichkeiten sind am Galgentor. Diese sind ganz nah zur Altstadt. Andere Parkplätze sind bisschen weiter weg von der Innenstadt, so dass du mehr zu Fuß laufen musst. Alle sind kostenpflichtig.

Wenn du länger in der Stadt bleibst, suche am liebsten ein Hotel, das auch einen Parkplatz für die Gäste hat.

Rothenburg ob der Tauber Highlights

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Ildi, Balint & Jasmin
München

Wir sind Flashpacker, organisieren unsere Trips selbst und reisen gerne auf eigene Faust. Wir fingen an in 2008 zu reisen und bereisten schon mehr als 30 Länder zusammen. Seit 2015 entdeckt unsere Tochter, Jasmin die Welt mit uns. Auf unserem Reiseblog berichten wir über unsere Fernreisen mit oder ohne Kind, aber auch über Ausflüge in die Nähe oder Wochenendtrips. Dabei erzählen wir Geschichten von unterwegs, zeigen Fotos, Videos und geben konkrete Tipps und Anregungen.