Arikok Nationalpark in Aruba erkunden | TravelSicht
Arikok Nationalpark
Aruba

Arikok Nationalpark in Aruba: die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

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September 14, 2019

Der Arikok-Nationalpark wurde im Jahr 2000 gegründet. Er erstreckt sich auf 34 km2, ungefähr auf ein Fünftel der Gesamtfläche von Aruba. Hier findest du verschiedene Tierarten, Pflanzen (z. B. viele große Kakteen) und atemberaubenden Ausblicken entlang der Ostküste Arubas. Du kannst den ganzen Tag damit verbringen, die wunderschönen und dramatischen Landschaften zu genießen. Obwohl Arikok ein Nationalpark ist, gibt es hier auch einige der schönsten Strände der Insel, allerdings sind viele wegen ihrer starken Strömung nicht zum Schwimmen geeignet. Im Naturschutzgebiet befindet sich der sogenannte Natural Pool, ein großartiger Ort zum Entspannen im Wasser und zum Schnorcheln. Ein weiterer Grund, diesen malerischen Ort zu besuchen, sind die Höhlen, in denen 1000 Jahre alte Zeichnungen der Arawak-Indianer zu sehen sind.

Der Eintritt in den Park kannst du in dem Arikok National Park Visitor Center bezahlen. Es kostet 15 USD per Person. Der Park öffnet um 8:00 Uhr jeden Tag.

Wir erwähnen hier nur die Sehenswürdigkeiten, die mit Pkw oder zu Fuß erreichbar sind. Zu allen anderen Sightseeings im Arikok National Park brauchst du ein Fahrzeug mit Allradantrieb (Jeep, UTV oder Quad).

Arikok Nationalpark Aruba

Im Arikok Nationalpark

Natural Pool – Conchi

Das Natural Pool ist ein geschütztes vulkanisches Felsenformation im Arikok Nationalpark. Ein Becken, das von Wellen gefüllt ist, die über das glatte Gestein krachen. Du kannst hier schwimmen und schnorcheln. Das Wasser ist warm uns kristallklar, voll mit bunten Fischen. Die Herausforderung besteht darin, zum natürlichen Pool zu gelangen. Du hast dazu mehrere Möglichkeiten. Entweder mietest du ein Allradfahrzeug und navigierst du selbst über einen holprigen Weg zum Natural Pool oder fährst du mit einem Guide oder Reisegruppe hin. Reiten und ATV-Touren sind ebenfalls machbar. Die letzte Option ist den Pool von der Daimari Ranch zu Fuß zu erreichen. In diesem Fall brauchst du keinen Vollradantrieb, reicht ein normales Auto.

Fahre zur Daimari Ranch, einer Pferderanch in einem kleinen Tal in der Nähe des Daimari Beach. Das letzte Stück der Straße, das dich ins Tal bringt, ist etwas holprig und ist in ziemlich schlechten Zustand. Ohne 4×4-Antrieb sollst du oben auf dem Hügel parken und zur Ranch hinuntergehen.

Neben der Ranch findest du einen Weg, der mit einem Schild markiert ist, das darauf hinweist, dass du den Arikok-Nationalpark betrittst. Von hier geht es nur zu Fuß auf einem felsigen Weg weiter. Nach kurzer Zeit siehst du zu deiner Linken den Daimari Beach. Der Weg biegt nach rechts ab, sodass du der Küste entlang nach Süden läufst. Mit etwas Geduld stößt du irgendwann auf eine hoch aufragende Sanddüne. Neben der Düne folgst du den Weg nach links und kurz danach erreichst du den magischen Boca Keto Beach. Du gehst am Beach vorbei und folgst du den Weg weiter nach Südosten. Es dauert dann nicht mehr lange und du kommst an dem Natural Pool an. (Wir haben sofort den Pool gefunden, man kann einfach nicht verlaufen.)

Damit du ins Wasser des natürlichen Schwimmbeckens kommst, musst du über rutschigen Steinen klettern. Wenn du magst, kannst du Wasserschuhe mitnehmen. Die Taucherbrille darfst du auf keinen Fall in der Unterkunft lassen.

Tipp 1: Wenn du den Weg von der Daimari Ranch wählst, nimm dir genügend Wasser mit. Wenn die Sonne scheint, kann hier heiß sein. Sonnenschutz, Hut oder Käppi bzw. ein wenig Snack sollst du auch dabeihaben. Den Weg dorthin schafft man auch mit Flip-Flops. Wenn du dich auf steinigen Weg mit festen Schuhen besser fühlst, ziehe dir sie an.

Tipp 2: Der Eintritt in den Arikok Nationalpark kostet 15 USD. An der Seite des Daimari Ranches gibt es aber keinen Ticketschalter und keine Kontrolle. Ein Schild weist darauf hin, dass du hohe Strafe bezahlen musst, wenn du ohne Eintrittskarte im Park verweilst und erwischt wirst. Wenn du sichergehen magst, kaufe dir erst eine Eintrittskarte am Visitor Center und fahre dann zum Daimari Ranch. Wir können nur berichten, dass wir uns keinen Kontrolleur getroffen haben und wir waren nicht die einzigen, die diesen Weg (ohne Tickets) gewählt haben.

Tipp 3: Der Natural Pool ist fast immer mit Besuchern voll. Wenn du auf deinem Urlaubsfoto keine oder wenige Leute haben möchtest, musst du schon sehr früh, am besten um 8 Uhr da sein. Oder eben Spätnachmittag. Verlasse aber den Pool vor 18:30 Uhr, weil die Sonne um 19:00 Uhr untergeht.

Tipp für Familien: Sogar kleine Kinder können im Natural Pool schwimmen. Unsere Tochter hat ohne Schwierigkeiten den halbstündigen Weg zum Becken geschafft. Die rutschigen Steine bedeuteten auch kein großes Hindernis.

Boca Keto Beach

Auf dem oben beschriebenen Weg zum Conchi Natural Pool findest du den zauberhaften Boca Keto Beach. Der Strand steht in einer Bucht, deren Mitte ein großer Felsen wie eine Insel steht. Der riesige Felsen ist als Little Aruba (Kleine Aruba) bekannt, weil sie die Form der Insel Aruba hat.

Die Bucht ist trotz hohen Wellen zum Baden geeignet. Hier kannst du gerne das Klippenspringen ausprobieren. Ein Pfeil auf dem Boden der Klippe zeigt den Punkt, wo du springen darfst.

Es gibt auf Aruba mehrere Strände mit großer Brandung, die in abgelegenen Buchten liegen. Dazu gehören Dos Playa, Andicuri Beach oder Boca Prins. Wir haben von diesen Boca Keto am schönsten gefunden und haben hier ganz lange verweilt. Umgeben von den umliegenden Hügeln steckt in dieser sandigen Bucht eine magische, anziehende Energie.

Quadirikiri Cave

Die Guadirikiri (Quadirikiri) Höhle ist einer der schönsten Naturattraktionen im Arikok Nationalpark. Sie besteht aus zwei großen kuppelförmigen Kammern, die durch Löcher in der Decke mit Sonnenlicht beleuchtet werden. Die Huliba-Höhle oder der sogenannte Tunnel der Liebe befindet sich ebenfalls in dieser Höhle, ist jedoch zum Schutz der Fledermäuse geschlossen ist.

Die Beleuchtung der Höhle ist spektakulär. An den Wänden entsteht durch Sonnenschein ein wunderschönes Farbenspiel. Du kannst an manchen Stellen Zeichnungen von Arawak-Indianern entdecken.

Tipp: Das Quadirikiri Cave öffnet offiziell um 9:00 Uhr. In der Wirklichkeit nur dann, wenn der Parkwärter das Schloss aufmacht. Auf jeden Fall, wenn du schöne Fotos haben möchtest, ohne in der Schlange von Besuchern stehen zu müssen, sei schon frühzeitig bei der Höhle.

Fontein Cave

Die bekannte Höhle liegt an der Nordostküste im Nationalpark Arikok in der Nähe von Boca Prins. Die Fontein-Höhle ist bekannt für ihre einheimischen Felsmalereien der Arawak-Indianer. Diese findest du immer noch an den Wänden und Decken. Die bräunlich-roten Gemälde stammen von Caquetios. Die Zeichnungen und andere Artefakte zeigen, dass die einheimischen Caquetios-Indianer des Arawak-Stammes einst Stammesrituale an diesem Ort durchführten. Diese Ureinwohner waren die ersten bekannten Bewohner der Insel.

Boca Prins Beach

Boca Prins Beach liegt in der Nähe der Fontein Cave. Es gibt an diesem Strand starke Strömungen, um tatsächlich darin schwimmen zu können. Er bietet jedoch eine perfekte Kulisse mit den atemberaubenden grasbedeckten Sanddünen und Klippen für schöne Fotos oder Picknicks.

Dos Playa

Ein Besuch in Boca Prins kann leicht mit Dos Playa verbunden werden. Du kannst Dos Playa auch mit einem Mietwagen ohne Vierradantrieb erreichen. Der Weg ist zwar nicht mehr asphaltiert, trotzdem schafft es auch ein Auto. Dos Playa besteht aus zwei nebeneinander liegenden Stränden, daher hat er seinen Namen bekommen. Wie am Boca Prins Beach, gibt es in diesen Buchten auch starke Wellen, deswegen sind die Strände nicht für Schwimmen geeignet. Dos Playa ist ein Ort, wo die Meeresschildkröten gerne ihre Nester legen. Die wilde Landschaft mit dem geifernden Meer und den Klippen sind der perfekte Hintergrund für eindrucksvolle Fotos.

Wenn du über die traumhaftesten Beaches Arubas lesen möchtest, empfehlen wir dir unseren Artikel: Aruba – Die 17 schönsten Strände auf der Karibikinsel

 

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Ildi, Balint & Jasmin
München

Wir sind Flashpacker, organisieren unsere Trips selbst und reisen gerne auf eigene Faust. Wir fingen an in 2008 zu reisen und bereisten schon knapp 30 Länder zusammen. Seit 2015 entdeckt unsere Tochter, Jasmin die Welt mit uns. Auf unserem Reiseblog berichten wir über unsere Fernreisen mit oder ohne Kind, aber auch über Ausflüge in die Nähe oder Wochenendtrips. Dabei erzählen wir Geschichten von unterwegs, zeigen Fotos, Videos und geben konkrete Tipps und Anregungen.